20. Januar 2019

The freedom to finally stop - 7

Einen schönen guten Abend wünsche ich euch!

Wir bringen mit diesem Beitrag nun die Postserie um das Buch "Skin Picking - The freedom to finally stop" von Annette Pasternak zu Ende. Ich erwähnte im letzten Teil schon, dass hier thematisch gesehen kein neuer Abschnitt von mir verarbeitet wird, weil ich euch zum Abschluss zeigen wollte, wie ich mit all dem Input umgegangen bin bzw. umgehe. Angefangen habe ich damit letztes Mal schon (unbedingt reinschauen!) und jetzt wird es zu guter Letzt um mein kleines "Skin Picking Buch" gehen. Dort haben einige Aufgaben ihren Platz gefunden, wie z.B. mein Habit Log, mein Mini/Positive Log, Listen und einige Erkenntnisse daraus. Es sollte ganz einfach ein Zuhause für alles werden, was mit Skin Picking zutun hat und niedergeschrieben oder anderweitig festgehalten wird.



So sieht es aus: Es ist ein Paperblanks-Notizbuch mit leeren Seiten in einem Format, was zwischen A4 und A5 liegt. Das Design ist sehr besonders und auffällig, was ich bewusst so gewählt habe. Ich wollte etwas Schönes und Positives damit verbinden und mich gut bei der Benutzung fühlen. Doch bevor ich euch ein wenig vom Inhalt zeige, will ich euch kurz ein paar Vorerklärungen zum besseren Verständnis geben.

Denn was ist ein Habit Log? Ein Habit Log gehört laut Annette Pasternak zu den wichtigsten Aufgaben, die man nach der Lektüre des Buches befolgen sollte. Mithilfe des Habit Logs bekommt man eine Übersicht über sein Skin Picking Verhalten und andere, damit zusammenhängende Dinge wie Emotionen, Gedanken usw.. Man notiert dazu bei jeder Drückerei oder Kratzerei einige Parameter und das am besten zwei, drei Wochen mindestens. Das soll die grundlegende Basis für weitere Schritte sein.
Und was ist ein Mini Log bzw. Positive Log? Auch hier werden einige Parameter notiert und das täglich, jedoch unabhängiger vom Skin Picking. Man kann beispielsweise beobachten, wie viel Wasser man trinkt oder Tag für Tag aufschreiben, was man sich Gutes getan hat. Man ist hier insgesamt etwas freier in der Auswahl, was man festhalten möchte - wenn man es denn möchte, denn zwingend notwendig ist diese Aufgabe nicht. Sie dient unterschiedlichen Zwecken; je nach dem, was man notiert.

Ich habe ein paar Monate lang beide Logs sehr gründlich geführt und so jeden Abend mit meinem Notizbuch gearbeitet. Es war definitiv bereichernd und interessant und hat mir sogar sehr geholfen am Anfang, jedoch bin ich mir inzwischen unsicher, ob eine derart akribische Beobachtung auf Dauer gut für mich ist. Den Habit Log brauche ich meiner Meinung nach nicht mehr, da ich genügend Erkenntnisse daraus gewonnen habe. Den Positive Log will ich dagegen nicht komplett verwerfen und in Zukunft vielleicht wieder anfangen (eventuell in abgeänderter Form). Ich habe aktuell nämlich neue Pläne für dieses Buch, doch dazu gibt es am Ende mehr.

Erstmal zeige ich euch Ausschnitte aus meinem Büchlein...

Erste Seite(n): Ziel des Ganzen
Habit Log oben, Positive Log unten

Habit Log oben, Positive Log unten

Wie schon angedeutet, habe ich damit mithilfe des Buches weiter gearbeitet und Erkenntnisse gewonnen, die ich ebenso schriftlich festgehalten habe. Ich habe sozusagen Muster analysiert. Wie genau das geht, will ich nicht vorgreifen und auch nicht zeigen, dann wäre schon fast das ganze Buch verraten. Auch eine ganz wichtige Liste (nämlich die Pro/Contra-Liste) von mir zeige ich euch bewusst nicht. Aber weil diese Technik auch über das Buch hinaus bekannt ist, sage ich euch gerne, was es damit grob auf sich hat: Wenn man sich klarer über Vor- und Nachteile des Skin Pickings werden möchte, ist die Pro/Contra-Liste eine gute Methode. Man schnappt sich dazu einen Zettel oder erstellt eine Datei auf dem PC und teilt das analoge oder digitale Blatt in vier Blöcke. Block 1 nennt sich "Pros of picking", Block 2 nennt sich "Cons of picking", Block 3 nennt sich "Pros of not picking" und Block 4 nennt sich "Cons of not picking". Zu diesen vier Überschriften sammelt man alles, was auf einen zutrifft. Wenn man sich dazu Gedanken macht, wird einem Einiges erst richtig deutlich!

Allerdings besteht das Buch nicht nur aus Aufgaben, Notizen und Beobachtungen. Ich habe dort auch motivierende Sprüche aus dem Buch gesammelt, die ihr hier sehen könnt:


Das leitet wunderbar zum Ende über... Ich sagte es bereits, doch ich gebe es an dieser Stelle erneut zu: Ich befinde mich momentan in keinem aktiven Kampf gegen das Skin Picking. Das heißt, dass ich auch keine Aufgaben mehr befolge und mein Buch derzeit nicht nutze. Das ist natürlich schade! Zum großen Teil ist das meiner fehlenden Zeit und Kraft geschuldet, die durch mein zeitintensives Studium und andere Alltagspflichten zustande kommen. Ein Faktor, an dem sich auch in Zukunft wenig ändern lässt. Der andere Grund ist allerdings, dass ich mein Buch ändern möchte. Ich möchte dort in Zukunft noch positiver sein. Wie oben erwähnt werde ich vielleicht einen veränderten Positive Log anfangen, andere motivierende Sachen sammeln, erreichte Ziele notieren und wahrscheinlich auch schöne Erinnerungen zum Skin Picking festhalten. Damit habe ich schon angefangen, indem ich die Bildchen und Postkarten, die mir Liz Atkin neben der Zeitungszeichnung zugeschickt hat (hier nachzulesen), in das Buch geklebt habe. Sie geben mir einfach einen Schub.



Ihr seht: Ich möchte mich mehr auf Positives, auf Erfolge und auf Motivation konzentrieren. Trotzdem will ich nicht komplett ausschließen, dass ich irgendwann wieder auf die Aufgaben zurückkomme. Ich halte mir alles offen, schließlich ist auch noch mehr als genügend Platz in dem Buch.

Das war endlich mal ein längerer Post. Danke für's Lesen! :) Falls ihr alle vergangenen Teile dieser Postserie nachlesen möchtet, könnt ihr das unter dem Label "TheFreedom" tun! Hoffentlich hat euch die Postserie gefallen und eventuell sogar inspiriert!

13. Januar 2019

The freedom to finally stop - 6

Hey hey!

So langsam gelangen wir in Richtung Ende, was diese Postserie betrifft. Dies soll nach Plan der vorletzte Post zum Selbsthilfebuch von Annette Pasternak sein. Thematisch greife ich allerdings das letzte Mal ein paar Themen auf und leite schon über zu dem, was ich damals aus der Lektüre so gemacht habe. Denn dieses Buch ist nicht einfach eins, was man einmal liest und dann als Staubfänger in sein Bücherregal verbannt. Es ist der Grundstein für einige Aufgaben, die es in den Alltag zu integrieren gilt und die einem dabei helfen sollen, das Skin Picking zu überwinden.

Fangen wir mit der inhaltlichen Seite an, in der wir uns unsere Gedankenwelt vornehmen wollen. Zum Abschluss will ich nochmal auf den Mehrwert dieses Buches hinweisen, bevor ich zu meinem Umgang damit überleite.

Ihr kennt es sicher selbst sehr gut: Wir sind zu oft Sklaven unserer inneren Stimme. Wir glauben, was wir denken. Wir folgen unseren Überzeugungen. Es ist auch gut, einen festen Charakter und dazu passende Meinungen und Überzeugungen zu besitzen, jedoch sollte man sich ihnen nicht naiv hingeben. Das meine ich in dem Sinne, wie es Annette Pasternak in ihrem Kapitel "Question your thoughts" schreibt - wir glauben viel zu leichtsinnig, was wir alles denken. Das liegt laut ihr eben daran, dass unsere Gedanken uns dauerhaft begleiten, weswegen wir gar nicht auf die Idee kommen, sie in Hinblick auf ihre Richtigkeit kritisch zu hinterfragen. Wenn ich hier von Gedanken spreche, meine ich übrigens negative Gedankenmuster, die in irgendeiner Weise mit unserem Körper, unserem Aussehen oder dem Skin Picking zutun haben. Jedenfalls ist es ganz dramatisch, dass wir unserer inneren Stimme alles glauben, denn das führt laut Pasternak dazu, dass wir uns vorschnell mit unwahren negativen Überzeugungen identifizieren, die uns Schmerz bereiten und uns von der Heilung abhalten. Um dem entgegenzuwirken, kann man versuchen, bewusster mit negativen Gedankenmustern umzugehen. Dazu gehört auch, dass wir immer eine Wahl haben - wir können uns aussuchen, was wir denken. Natürlich muss das alles gelernt und auch geübt werden, aber hilfreich dafür ist, dass es glücklicherweise relativ häufig verbreitete Gedankenmuster gibt, die von Annette Pasternak im genannten Kapitel nach und nach aufgeführt und mit passenden Tipps zur Umkehrung dieser versehen werden. Dabei kann man sich als Leser des Buches wunderbar durcharbeiten und selbst herausfinden, wie viele von diesen Mustern man in seinem Kopf trägt. Nach dem trainierten Bewusstsein und dem Wissen um die eigenen Gedankenstrukturen kommt das kritische Hinterfragen. Dazu rät Annette, dass man sich die Fragen "Ist das wahr?" und "Kann ich absolut sicher sein, dass es wahr ist?" stellt. Weil man sich eben nicht zu 100% sicher sein kann, dass die eigenen Überzeugungen mit der Realität übereinstimmen, soll man sich danach fragen, wie man sich mit den Überzeugungen fühlt. Spoiler: Schlecht. Ja, sie lassen uns traurig und unsicher werden. Das überträgt sich auf unser Verhalten und das wiederum überträgt sich auf die Ereignisse, die uns passieren. Daher sagt Annette: Hinterfragt eure Gedanken und macht euch frei von negativen Überzeugungen! Ihr seid nicht eure Gedanken! Denkt positiver und werdet euch selbst der beste Freund! Wie das genauer funktioniert, solltet ihr bei Interesse selbst im Buch nachlesen.

Was ich an diesem Buch so toll fand, war auch das Ende. Es kommt nicht einfach so, lässt einen nicht mit all dem neuen Wissen im Regen stehen. Annette Pasternak findet zum Ende ein paar letzte schöne Worte, die sie in ein eigenes Kapitel mit dem Namen "Staying motivated" packt. Sie weiß also selbst, dass es sein kann, dass man vom Weg abkommt. Für diesen Fall hat sie ein paar letzte Tipps parat, die zu neuer Motivation verhelfen sollen. Dazu gehört auch (wo ich nur zustimmen kann), dass man dieses Buch mehr als einmal lesen kann. Die Chancen sind hoch, dass man neue motivierende Textstellen findet oder neue Tipps und Strategien, die man noch nicht ausprobiert oder vergessen hat. Die Ganzheit dieses Buchs macht es so wertvoll!


Hoffentlich konnte ich euch bis spätestens hierhin von diesem Buch überzeugen, denn es ist wirklich klasse! Für den Fall, dass ihr es auch gelesen habt oder noch lesen wollt und euch dann fragt, wie ihr mit all den Informationen umgehen könnt, möchte ich euch zum Schluss noch zeigen, wie ich das angegangen bin. Das ist selbstverständlich nur ein Vorschlag!

Schritt 1: Während der Lektüre habe ich (natürlich auch für diese Postserie) spannende Themen, Ansichten, Textstellen oder Ähnliches gesammelt. Das sollte die Basis werden für all das, was mich persönlich interessiert und wozu ich mich vielleicht auch näher informieren möchte. Manche Punkte davon waren auch "nur" ein frischer Wind bzw. eine neue Perspektive.

Schritt 2: Daraufhin erstellte ich mir eine Liste mit allen Sachen, die ich ausprobieren oder in meinen Alltag integrieren wollte. Die sieht folgendermaßen aus:



Wie ihr seht, ist Einiges zusammengekommen. Ich habe mir Stichpunkte notiert, die entsprechende Seitenzahl dazu und eventuelle "Hilfsmittel" wie das Buch selbst oder das Internet. Inzwischen ist die erste Seite fast komplett abgehakt (obwohl ich aktuell nichts mehr davon mache). Für all diese eher theoretischen Aufgaben habe ich mir ein Notizbuch gekauft, was ab dann mein "Skin Picking Buch" wurde. Das werde ich euch im nächsten Teil zeigen!

Für heute zeige ich euch das, was ich wirklich sofort umgesetzt habe, weil ich es so sehr wollte: Die kleinen Zettel am Badezimmerspiegel. Sie sollen mich auf das ausmerksam machen, was ich wirklich will: Freiheit. Das soll das rechte Bild für mich visualisieren.


6. Dezember 2018

The freedom to finally stop - 5

Heeey!

Es ist schon etwas her, dass ich über das Buch von Annette Pasternak schrieb. Die Zeit vergeht so schnell und ich muss zugeben, dass ich mich durch all den Stress ziemlich weit entfernt von dieser Thematik fühle. Ich bin nicht mehr so nah dran wie vor einigen Monaten, als die Lektüre des Buches noch frisch war. Außerdem kämpfe ich aktuell nicht mehr aktiv... Und so doof es ist, das hier zu sagen und zuzugeben: Ich befolge keinen Punkt meiner Liste mehr, die ich aufbauend auf das Buch für mich erstellt habe. Jetzt denkt ihr euch sicher "Wow, was erzählt Jacqueline dann für einen heuchlerischen Mist!?" und das ist sicher kein komplett verwerflicher Gedanke. Ich fühle mich selbst schlecht dafür, das wird mir erst jetzt richtig klar. Aber keine Ahnung... Es ist immer leichter, etwas zu sagen, als es zu machen, oder? Ich bin lieber ehrlich und sage euch ganz offen, dass mir seit dem neuen Semester die Kraft und die Zeit dafür fehlen. Während ich das hier so schreibe, kommen mir auch die Tränen deswegen. Aber was will man machen...

Ich schweife ab, tut mir leid. Eigentlich wollte ich heute diese Postserie zum Buch weiterführen, falls ihr euch noch an sie erinnert (unter dem Label "Thefreedom" sind alle Teile zu finden). Ich werde einige Gedanken aus dem Kapitel "Why do we pick and how do we stop?" mit euch teilen, die mir besonders einleuchtend vorkamen oder die mir wichtig sind. Und versteht mich nicht falsch: Trotz dem, was ich im ersten Absatz schrieb, brenne ich weiterhin sehr für dieses Buch und seine Ansichten!

Fangen wir mit der grundlegendsten und verständlichsten Erklärung an, die es laut Annette Pastnerak für die Entstehung von BFRBs, anderen negativen Verhaltensweisen und Süchten gibt. Die sieht sie nämlich in der Natur des Menschen. Die Natur des Menschen liegt darin, auf ganz natürliche Art und Weise Schmerz bzw. Leid (pain) vermeiden zu wollen, während man vom Vergnügen (pleasure) angezogen wird und danach strebt. Das sei sogar ein Verhalten, was allen Tieren gemein ist. So kam es dazu, dass Skin Picking tief sitzende Wurzeln in uns Betroffenen schlagen konnte: Wir merkten eines Tages, dass sich das Drücken/Kratzen an der Haut gut anfühlt oder eine negative Emotion lindert, deshalb taten wir es wieder und wieder. Wahrscheinlich haben wir es tausende Male getan, bevor wir merkten, dass es ein Problem ist und an dem Punkt war es schon zu tief in uns verwurzelt. Weil wir daraufhin so oft auf eigene Faust versuchten, es zu unterlassen, dabei aber scheiterten, entwickelten wir negative Gefühle uns selbst gegenüber. Diese wurden ebenso schnell zu einer schlechten Angewohnheit. Diese Textpassage hat mir so sehr aus der Seele gesprochen, das glaubt ihr nicht. Es kann sich wohl keiner davon frei sprechen, dass er sich lieber dem Guten zuwendet als dem Schlechten. Dafür können wir nichts, es ist unsere Natur.

Bevor Annette Pasternak dann weitere Gründe wie beispielsweise die Vermeidung von Emotionen oder den Spaßfaktor nennt und ausführt, wendet sie sich ganz direkt dem Leser zu. Es ist ein wundervoller Satz zu lesen, der wahr, aber unheimlich schwer zu verinnerlichen ist: Denk dran: Du bist nicht dein Skin Picking! Es ist nichts falsch mit dir. Das versuche ich auch mir selbst vor Augen zu halten! Ich bin mehr als mein Skin Picking; viel mehr. Es ist halt mein Weg geworden, mich dem Guten zuzuwenden. Obwohl mir langfristig gesehen klar ist, dass es mehr negative statt positive Konsequenzen hat. Aber automatisches, natürliches Verhalten schert sich nicht um langfristige, sondern um direkte Effekte. Das können wir nicht ändern.

Mit dem Stichwort "automatisch" wären wir beim letzten Gedanken für diesen Post. Annette führt dieses Kapitel mit etwas ernüchternden, aber in meinen Augen dennoch richtigen Aussagen zum Ende. Denn egal, was der Grund für die Entstehung des Skin Pickings war - wir haben es gelernt undzwar sehr gut und intensiv gelernt. Wir haben es so oft getan, dass es ein automatisches und unbewusstes Verhalten wurde. Wie beim Prozess des Laufenlernens. Keiner denkt mehr daran, wie er einen Fuß vor den anderen Fuß setzt. Nein, wir machen es ganz automatisch! Weil das Skin Picking ein so tief sitzendes, automatisches und unbewusstes Verhalten geworden ist, braucht das Gegenteil - nämlich es zu unterlassen - so wahnsinnig viel Energie. Jetzt der ernüchterndste Teil: Es könne sogar sein, dass es gar nicht möglich ist, sich Skin Picking abzugewöhnen. Zumindest nicht im Sinne eines VERlernprozesses. Schließlich können wir auch nicht verlernen, wie man läuft. Stattdessen können wir laut Annette Pasternak nur versuchen, das Skin Picking nach und nach mit einem neuen Verhalten zu ersetzen. Nach dem Motto: Gelernt ist gelernt.

Damit findet dieser Post ein etwas abruptes Ende. Ein schönes Wochenende wünsche ich euch!

7. Oktober 2018

The freedom to finally stop - 4

Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich euch!

Heute gibt es die "Thefreedom"-Postserie zum Skin Picking Selbsthilfebuch von Annette Pasternak in einer Sonderausgabe, ohja! Denn heute wird nur wenig geschrieben und dafür umso mehr gezeigt.

Es geht um eine wunderschöne, sehr vielsagende, aber kleine Stelle im Buch, die mich extrem inspiriert hat. So sehr, dass ich aufbauend auf diese Stelle eine Zeichnung angefertigt habe. Es ist so schön gewesen, nach Ewigkeiten wieder (zum Skin Picking) zu zeichnen! Und ja, eine ähnliche Motividee habe ich schon äußerst lange, doch diese paar Worte von Annette Pasternak waren es, die das Feuer in mir wieder entfacht haben. Dadurch habe ich mal wieder zugelassen, Gedanken und Gefühle nicht in Worten auszudrücken, sondern in Farben, Formen, Bildern...kurzum in der Kunst. Das trifft ganz andere Nerven, finde ich.

Ich wollte jedoch gar nicht so viel reden, stimmt's? Aber die besagte Stelle ist noch wichtig, um meine Zeichnung zu verstehen. Sie findet sich in dem Kapitel, in welchem Annette Pasternak ihre eigene Lebens- und Leidensgeschichte mit der Dermatillomanie schildert. Irgendwann kam sie in ihrem Leben nämlich an den Punkt, wo sie sich jedes Jahr erneut vornahm, das Skin Picking zu stoppen und wo sie jedes Jahr erneut daran scheiterte. Dennoch gab es Dinge, die sie motivierten, wie beispielsweise andere Menschen, die mit ihren eigenen Problemen kämpften. Eine ganz spezielle Person brachte sie zu der Erkenntnis, dass sie wohl einfach noch nicht alle Teile des Puzzles gefunden habe, es aber eines Tages werde. Tatsächlich vergingen ein paar Jahre, bis sie so viele Puzzleteile zusammen hatte, dass sie zumindest das Bild erkennen konnte. Danach ist wieder einige Zeit verstrichen, bis Annette ihr Puzzle vervollständigen konnte und die Freiheit, endlich aufzuhören, gefunden hatte.

Mit dieser Metapher im Kopf wollen wir uns endlich der künstlerischen Auseinandersetzung damit widmen:

Scan meiner Zeichnung

Dieses Bild greift nicht nur die Metapher mit dem Puzzle wieder auf, sondern soll auch die Schönheit der Unvollkommenheit zeigen. Es sagt:"Du bist wundervoll, wie du bist! Strebe nicht dem verwerflichen Bild der Gesellschaft von Perfektion nach, sondern finde die Liebe und Zufriedenheit in dir!". Bis jeder für sich sein eigenes Puzzle vervollständigen kann, können Jahre der Suche in's Land gehen. Vielleicht hat man sogar das Gefühl, die Nadel im Heuhaufen zu suchen. Doch am Ende ist es das alles wert gewesen! Die vollkommene Zufriedenheit und die überwältigende Freiheit, die einen packen, wenn das letzte Stück eingesetzt ist, sind unbezahlbar!

Punkt, Punkt, Komma, Strich...

...fertig ist das Mondgesicht!

Sie in farb- und fleckenlos

Handyfoto meiner Zeichnung

Zum ersten Mal gibt es wirklich Fotos vom Schaffensprozess, vielleicht interessiert euch das ja auch. Es zeigt auf jeden Fall ein wenig, wie viel Arbeit hinter einer solchen Zeichnung steckt! Da kommt alles nach und nach und der Gesamteindruck kommt manchmal erst ganz am Ende zustande. Was ich aber zugeben muss: Das Gesicht ist nicht Freihand gezeichnet, denn so gut bin ich bei Porträts von Menschen nicht! Ich habe für die Konturen und Proportionen eine Vorlage aus dem Internet benutzt.

Wie findet ihr diese Sicht der Dinge? Was sagt ihr zu meiner Zeichnung? Lasst es mich gerne wissen!

So, das war es! Einen schönen Abend noch, ihr Lieben.

25. September 2018

The freedom to finally stop - 3

Tagchen, ihr Lieben!

Wie ihr dem Titel bereits entnehmen könnt, handelt dieser Post wieder vom tollen Skin Picking Selbsthilfebuch "Skin Picking - The freedom to finally stop" von Annette Pasternak! Teil 1 und Teil 2 erschienen zwar erst kürzlich, jedoch gibt es noch viel darüber zu schreiben und ich möchte vermeiden, das Ganze monatelang hinzuziehen. Es ist mir schließlich wichtig, darüber zu sprechen und mit der Zeit ändert sich eventuell auch mein Umgang mit den "Aufgaben" und dann ist es blöd, euch von den Anfängen zu erzählen, die bereits viele Monate her sind.

Das Bezugsthema dieses dritten Teils ist das kleine, aber umso wichtigere Kapitel "A note to parents and significant others", das speziell an Angehörige gerichtet ist. Ich finde dieses Kapitel toll und das liegt nicht zuletzt daran, dass wir Skinpicker (leider) aufklärende Gespräche führen müssen, wenn wir verstanden und unterstützt werden wollen. Wir müssen so offen es geht über unsere Sorgen, Ängste und Gefühle sprechen, wenn wir Hilfe bekommen wollen. Dazu gehört es, dass wir auch ein paar wichtige Worte an unsere Angehörigen richten. Und obwohl ich weiß, dass ich keine allzu große Reichweite habe, da hier ganz bestimmt kaum Angehörige mitlesen, möchte ich versuchen, das Kapitel von Annette Pasternak zu übersetzen und in eine eigene Version zu bringen. Am Ende ist dieser Teil also ab dem nächsten Abschnitt für eure Familien, Partner und Freunde bestimmt - wenn ihr selbst nicht wissen solltet, wie ihr so etwas formuliert, dann zeigt ihnen diesen Post. Oder ihr nutzt ihn als Anregung für eigene Gespräche, ganz egal. Es sind einfach ein paar Worte eines Skinpickers an all diejenigen, die einen lieben Menschen kennen, der das gleiche Problem hat bzw. haben könnte und die nicht so ganz wissen, wie man damit umgeht.

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Liebe Eltern und Großeltern, liebe Geschwister, liebe Lebensgefährten und Partner, liebe Freunde und Bekannte!

Vielleicht haben Sie nur den Verdacht, dass eine Person in Ihrem Umfeld Probleme hat, vielleicht wurde es aber auch schon konkreter und Sie haben bereits die Begriffe "Skin Picking" und/oder "Dermatillomanie" vernommen. Wie es auch sein mag - Sie wollen helfen und etwas tun, sind aber überfragt, wie Sie das angehen sollen? Ganz wichtig zu wissen ist, dass es nicht die eine Vorgehensweise gibt, weil es eben vom Menschen selbst abhängt und wie wir wissen, sind Menschen unterschiedlich. Dennoch gibt es ein paar grundlegende Dinge, die Sie beachten können und sollten, um ihrem Liebsten/ihrer Liebsten Verständnis entgegenzubringen, ohne dabei die zwischenmenschliche Beziehung zu strapazieren oder gar zu gefährden.
Dass Sie helfen wollen, ist erstmal vollkommen verständlich! Niemand möchte, dass es einem lieben Menschen um sich schlecht geht und niemand möchte gerne tatenlos dabei zusehen. Sie können sich jedoch ziemlich sicher sein, dass die Person mehr oder minder über ihr Problem Bescheid weiß und sich auch ganz alleine schon zu viele Gedanken darum macht. Daher kann es schnell vorkommen, dass jegliche Nachfragen oder Kommentare von Ihnen als Kritik, Missbilligung oder Tadel aufgefasst werden. Gerade bei Tür-und-Angel-Gesprächen oder vermeintlichem Smalltalk könnte der nötige Ernst nicht vorhanden sein, sodass sich die Person schlecht für das fühlt, was sie ist oder was sie tut bzw. nicht tut, um ihr Skin Picking zu verringern. Es ist nämlich sehr gut möglich, dass sich ihr Liebster/ihre Liebste aus verschiedenen Gründen noch nicht bereit dazu fühlt, an sich und dem Skin Picking zu arbeiten. Wenn ein Skinpicker nicht von selbst bereit und motiviert ist, hilft auch keine Motivation oder Bemühung von außen. Es könnte im schlimmsten Fall eher dazu führen, dass die Beziehung zueinander geschädigt wird, weil ein gewisser Leistungsdruck erzeugt wird.
Die Erkenntnis ist schwer zu verkraften, aber: Sie können der betroffenen Person die nötige Arbeit nicht abnehmen und Sie können die betroffene Person zu nichts drängen, wenn sie nicht bereit dafür ist. Das zu verstehen ist erforderlich, um innere Ruhe zu finden.
Seien Sie in jedem Fall achtsam und sensibel, wenn Sie jemanden wegen des Skin Pickings ansprechen. Wenn Sie eine möglicherweise hilfreiche Idee haben, dann bringen Sie der Person die Idee während eines ruhigen und passenden Moments in fragender Form wie "Was hälst du von xy?" oder "Wärst du interessiert an xy?" entgegen. Das ist in jedem Fall respektvoller, als etwas zu sagen wie "Ich finde, du solltest es mit xy probieren"! So hat die betroffene Person die Möglichkeit, ihre eigene Meinung zu äußern und es ergibt sich vielleicht ein bereicherndes Gespräch, statt direkt von Anfang an ein Gefühl von Druck aufzubauen. Druck würden Sie aber zum Beispiel auch damit erzeugen, immer wieder nachzufragen, wie xy vorangehen würde. Seien Sie sich sicher: Ihr Liebster/ihre Liebste wird Ideen annehmen, ausprobieren und davon erzählen, sobald er/sie dazu bereit ist. Im Idealfall kann die Person dann in irgendeiner Weise von Ihrer Idee profitieren und ist froh, dass Sie es mal angesprochen haben!
Für ganz allgemeine und vertiefende Gespräche über Skin Picking gilt: Nehmen Sie sich Zeit und Seien Sie stets respektvoll, interessiert und vorsichtig. Spielen Sie das Problem nicht herunter, sondern nehmen Sie es ernst! Bemühen Sie sich, mehr zu erfahren - sei es über das Internet oder direkt über die betroffene Person, indem sie innerhalb eines Gesprächs viele Fragen stellen. Scheuen Sie sich auch nicht, Verständnisfragen zu stellen. Das zeigt nur, dass Sie Ihren Gegenüber verstehen möchten.
Zum Schluss möchte ich noch einmal etwas verdeutlichen: Jeder geht seinen Lebensweg im Endeffekt alleine und jeder überwindet Hindernisse dabei auf die eigene Art. Sie gehen den Weg mit ihren Liebsten nicht zusammen, aber Sie sind es, die am Wegesrand stehen und unterstützend bereit sind, wenn mal von der Bahn abgekommen wird. Das heißt so viel wie: Seien Sie einfach da! Bieten Sie an, dass Sie jederzeit ein offenes Ohr haben und Rückhalt bieten. Denn das ist es, was zählt!

3. September 2018

The freedom to finally stop - 2

Hey hey!

Es gibt heute direkt den zweiten Teil meiner neuen Postserie! In diesem Beitrag wird es um eine Erkenntnis zur "Dauer des Kampfes" und um meinen Unmut über die schlechte Forschungslage in Deutschland gehen. Starten wir direkt:

Annette Pasternak schreibt in ihrem Anfangsteil des Buches, dass es Zeit, Geduld und Ausdauer braucht, um das Skin Picking zu besiegen und dass es keinesfalls einfach ist. Das ist soweit eigentlich nichts Neues, jedoch wird einem die wahre Bedeutung dessen erst auf dem eigenen Weg in die Freiheit bewusst. Wir Skinpicker müssen bei einem ernsten Versuch, es anzugehen, das Ziel stets vor Augen haben, aber dennoch oft genug zurücksehen, um unsere bereits gemachten Schritte zu erkennen. Der Kampf wird Stück für Stück geführt und manchmal verliert man das ein oder andere Gefecht... Wichtig ist es, weiterzumachen! Auch das ist keine bahnbrechende Neuigkeit, aber eine umso wichtigere Erkenntnis. Jedenfalls gibt es einen Abschnitt, in welchem Frau Pasternak die Frage "Wie lange dauert es, um das Skin Picking zu stoppen?" zu beantworten versucht. Ich war äußerst gespannt auf die Antwort von ihr! Auch hier werden zuerst einige Aussagen gemacht, die nur logisch erscheinen: Es hängt von der Motivation, von der Konsequenz und der Anstrengung des Einzelnen und vom "Härtegrad" des Skin Pickings ab. Doch dann kam der Schock für mich, als ich las, dass es für einen langfristigen Skinpicker einige Jahre dauern würde, mit dem Ganzen aufzuhören. Einige Jahre. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Das ist nicht leicht zu verdauen, oder? Es ist auch nicht unbedingt motivationserweckend, wenn man so etwas liest. Ich habe mit ein paar Monaten gerechnet, eventuell noch mit einem Jahr, wenn es hoch kommt. Die bittere Wahrheit ist aber, dass die Schlacht länger andauern wird als gedacht. Umso wichtiger ist es, sich mit ganzem Herzblut und mit ganzer Stärke in diesen Prozess zu begeben! Dann dauert es eben ein paar Jahre - im Idealfall kriegt man dafür Freiheit für den Rest des Lebens!

An dieser Stelle machen wir einen Cut und springen zu einem ganz anderen Thema.

Ich habe keine Ahnung, ob dies der richtige Ort für die folgenden Zeilen ist, aber ich muss sie einfach noch einmal loswerden! Sie sind auch nicht an euch gerichtet, sondern vielmehr eine schriftlich ausformulierte Version meine Ärgers, die für euch lesbar ist. Ich weiß, dass wahrscheinlich keiner von euch etwas daran ändern kann. Wir können es nur gemeinsam probieren mit viel Zusammenhalt, Öffentlichkeitsarbeit, Enttabuisierung und ein bisschen Hoffnung.
Annette legt in einem Kapitel dar, wie der Wissenstand in den USA aussieht. Ihr erster Satz dazu fasst es wunderbar zusammen und lautet "Not a lot.". Das zu lesen, hat mich auf zweierlei Art und Weise empört. Einmal ärgert es mich, dass selbst in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht sonderlich viel darüber gewusst wird. Es gibt natürlich mehr Angebote und mehr Forschung als hier, aber zufriedenstellend oder ausreichend ist es dennoch nicht! Am traurigsten bin ich allerdings geworden, als mir der Unterschied zwischen Amerika und Deutschland so verdeutlicht wurde. Wie schon gesagt, ist die Situation in den USA noch nicht weit genug, aber wenn man dann bedenkt, dass wir hier in Deutschland noch Meilen von dem entfernt sind, was in den USA los ist... Da kann man nur wütend werden! Es gibt nicht genügend Forschung, nicht genügend Therapiemöglichkeiten/-ansätze, nicht genügend Bücher, nicht genügend Online-Artikel, nicht genügend Beachtung in der Gesellschaft, nicht genügend ausgebildete Ärzte, nicht genügend Selbsthilfegruppen etc. Die Liste nimmt eigentlich kein Ende. Wie lange muss es noch dauern, bis sich daran etwas ändert? Was muss überhaupt passieren, um etwas zu ändern? Tja, darauf weiß wohl keiner von uns eine Antwort. Ich kann weiterhin nur den Kopf schütteln und währenddessen versuchen, mit diesem Blog das zu tun, was in meiner Macht steht...

29. August 2018

The freedom to finally stop - 1

Hi und willkommen im ersten Teil meiner angekündigten Postserie über das Buch "Skin Picking - The freedom to finally stop" von Annette Pasternak!

Ich schrieb neulich in diesem Post darüber, dass ich mit der Lektüre dieses Buches angefangen habe und begeistert bin. Nunja, inzwischen bin ich schon lange durch mit dem Buch und auch schon seit einiger Zeit dabei, gewisse "Aufgaben" daraus in meinem Alltag zu befolgen. Falls ihr verpasst haben solltet, was das hier für eine Postserie sein soll, dann schaut schnell in den verlinkten Beitrag!

Heute möchte ich die Postserie, für die ich inzwischen auch einen Namen gefunden habe (keine kreative Höchstleistung, ich weiß), beginnen. Es wird eine Art Einleitung, die sich auf das erste Kapitel "Welcome" bezieht. Das Thema Perfektionismus wird auch angeschnitten. Auf geht's!

Auch, wenn ich euch nicht genau sagen kann und möchte, in welche Kapitel und Unterkapitel das Buch unterteilt ist, möchte ich an dieser Stelle ein paar Worte verlieren. Schließlich fragt man sich als (potenzieller) Leser schon "Gut, wie wird so ein Selbsthilferatgeber eingeleitet? Wird es mich überhaupt überzeugen? Ist es sensibel genug? Die Autorin kennt mich ja gar nicht!?". Doch Annette Pasternak hat eine sehr freundlich-liebevolle Art, die man eigentlich schon als einfühlend bezeichnen kann und schafft es, dass man dies beim Lesen richtig spürt. Schon im ersten Kapitel "Welcome" fühlt man sich wohl mit diesem Buch und ist ohne, dass sie einen gedanklich dazu manipuliert, sofort davon überzeugt, dass der Kauf eine gute Entscheidung war! Ihr Schreibstil ist äußerst offenherzig, menschlich und verständnisvoll, ohne aufdringlich zu sein und das zieht sich durch das komplette Buch. Man merkt, dass Annette Pasternak genau weiß, wovon sie schreibt und dass sie den Lesern von Herzen helfen möchte. Da sie gerne mit motivierenden Metaphern arbeitet, kann man stets gut nachempfinden, wie sie ihre Worte meint und was sie bei den Lesern bewirken möchte. Bevor es dann ans Eingemachte geht, kommen einige weiterführende Kapitel, die einem eine Idee davon liefern, was man zu erwarten hat. Statt in das kalte Wasser geworfen zu werden, wird man also sanft eingeleitet. Dennoch liefern diese Einführungskapitel viele Informationen, Denkanstöße und auch neue Erkenntnisse!

So zum Beispiel das Thema Perfektionismus, was im Kapitel "Welcome" anklingt. Annette schreibt, dass Skinpicker extrem häufig auch Perfektionisten sind. Ich für meinen Teil kann das soweit bestätigen! Doch es ist nicht nur das. Sie mahnt zur Aufmerksamkeit: Der Perfektionismus ist unser Feind und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist er ein noch viel größerer Feind als das Skin Picking! Man kann laut ihr davon ausgehen, dass das Skin Picking "nur" ein Symptom des Perfektionismus ist. Mir leuchteten diese Aussagen sofort ein... Es ist doch wirklich so: Wir sind Perfektionisten und brauchen alles perfekt. Obwohl wir innerlich wissen, dass kein Mensch perfekt ist, versuchen wir dennoch, es zu sein. Mit der Haut ist das nicht anders - wir suchen nach Unreinheiten und entfernen sie, um eine (vermeintlich) perfekte Haut zu bekommen. Wo landen wir damit am Ende? In der gegenteiligen Richtung. Mir ist da mal ein Paradoxon aufgefallen, was an dieser Stelle gut passt... Einerseits freuen wir uns über Unreinheiten, da wir dann richtig was zum skinpicken haben, aber andererseits haben wir den sehnlichsten Wunsch nach einer reinen Haut. Das passt natürlich nicht zusammen und so entsteht Unzufriedenheit, um es mal milde und einfach auszudrücken. Die Fragen, die sich als Konsequenz stellen, sind natürlich "Wo kommt dieser Perfektionismus her?" und "Wie kann ich daran arbeiten?". Leider kann ich darauf keine Antworten geben, aber ich habe für mich beschlossen, mich damit in Zukunft auseinanderzusetzen. Falls ich dann schlauer sein sollte, melde ich mich selbstverständlich!

Zum Ende möchte ich euch noch den Youtube-Kanal von Annette Pasternak empfehlen. Dort gibt es unzählig viele Videos über Skin Picking! Ich bin noch nicht weit gekommen, aber die Videos, die ich bisher gesehen habe, waren super.
https://www.youtube.com/channel/UCYNnViCFxQH60FQC3hVJW3Q/videos

10 Posts diesen Monat. Ich bin gut dabei, oder? Der August ist jetzt aber auch zu Ende, wir hören uns im September wieder!