27. Dezember 2020

Ich bin jetzt bei Instagram!

Heeey! :)
 
Heute melde ich mich mit einer kleinen Ankündigung, die durch den Titel eigentlich schon vorweggenommen ist, aber vielleicht interessiert euch ja auch der Kontext.
 
Im Zuge des Youtube-Videos beim Kanal AufKlo von funk und der vielen Reaktionen darauf wurden erneut Stimmen aus meinem persönlichen Umfeld laut, die mir rieten, einen Instagramaccount zu erstellen. Die größten Vorteile dessen lagen von Anfang an auf der Hand: Erhöhte Reichweite, Möglichkeiten zum schnelleren und unverbindlichen Austausch, erleichterte Kontaktaufnahme und bessere Vernetzung. Instagram ist einfach DIE Social Media Plattform im Moment und ich mag privat davon halten, was ich will, aber am Ende geht es hier vielleicht gar nicht so sehr um mich. Mir ist es nämlich ein verdammt großes Anliegen, möglichst viele (möglicherweise unwissende) Betroffene zu erreichen, ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein sind und die Krankheit nebenbei vermehrt in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Als netter Nebeneffekt kann auch ich mich hoffentlich leichter und besser austauschen und vernetzen sowie inspirierende Accounts zu dem Thema verfolgen. Es gibt zwar auch einige Nachteile des Ganzen, aber die möchte ich hier nicht groß ausbreiten. Es sei nur gesagt, dass mir natürlich Folgendes bewusst ist: Instagram ist eine ganz andere Plattform mit einer völlig anderen Dynamik als ein (kleiner) Blog. Dementsprechend werde ich meine Inhalte anpassen müssen und wie genau das passieren wird, muss ich selbst noch herausfinden.
 
Für euch ist wichtig: Ich bin ab jetzt bei Instagram!
 
Zu finden unter dem Namen 'jacqueline.sknpckng'.
 
Beachtet aber bitte, dass ich noch Neuling auf der Plattform bin und der Account vorerst ein Test-Account sein soll. Ich gebe der Idee gerade eine Chance, aber es kann genauso sein, dass ich nach ein paar Wochen oder Monaten merke, dass mir Instagram nicht liegt und die Nachteile doch überwiegen. Trotzdem würde ich mich natürlich freuen, wenn ihr euch bei Interesse meinen - aktuell noch sehr leeren - Account anschaut und mich dort genauso unterstützt wie ihr es hier tut. Ich bin von meinem Blog sehr liebe, rücksichtsvolle und sensible Leser gewöhnt und hoffe, dass ich auch bei Instagram von der Atmosphäre her eine derartige Community aufbauen kann. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, keine Frage.

Dieses Bild wird heute Abend als erster Beitrag auf meinem Account gepostet

Falls ihr euch jetzt fragt, was mit meinem Blog geschieht... Gar nichts. Der soll in seiner aktuellen Form bestehen bleiben, da mir hier Einiges möglich ist, was auf Instagram nicht funktioniert. Hier wird es also in aller Regel ausführlichere und tiefgehendere Posts geben als auf Instagram. Schauen wir mal, wie es sich entwickelt! Ich freue mich irgendwie auch ein wenig auf dieses neue Kapitel. :D

So und nun einen guten Rutsch in das neue Jahr, bis dahin werde ich mich nicht mehr melden. Passt auf euch auf und verpasst 2020 zum Abschied noch einen fetten Tritt!

26. Dezember 2020

Verschiedene Online-Artikel & Co.

Guten Abend am zweiten Weihnachtstag!
 
Vielleicht finden manche Menschen in den Feiertagen etwas Ruhe und Zeit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und wer weiß, vielleicht ist das auch eine Zeit, in der einige unwissende Betroffene im Internet das erste Mal googlen und auf die Begriffe "Skin Picking" und/oder "Dermatillomanie" stoßen. Möglicherweise findet auch wer den Weg auf meinen Blog, aber das wird irgendwie immer unwahrscheinlicher - während er früher noch ganz oben bei der Googlesuche erschien, findet man ihn jetzt kaum noch in den Ergebnissen... Naja. Trotzdem möchte ich für diesen Fall und auch einfach so ein paar neue Internetartikel vorstellen! Diese könnten eine erste Übersicht zu Skin Picking liefern, ohne dabei mit einer Informationsflut zu überfordern.

Der erste Artikel, den ich erwähnen möchte, ist Anfang November beim Redaktionsnetzwerk Deutschland erschienen. Er arbeitet, wie es häufig der Fall ist, mit einer Beispielkrankheitsgeschichte und ist recht ausführlich. Ziemlich gelungen, wie ich finde!

Der zweite Artikel stammt von RTL, was mich eigentlich ein wenig wundert, weil sie schon einmal über unsere Krankheit berichtet haben. Aber doppelt hält besser, nehme ich an. Dieses Mal ist Linda Mehrmann für den Artikel interviewt worden.

Jetzt wird es ein wenig allgemeiner, aber nicht weniger interessant und wichtig! Der dritte Artikel aus dem Oktober schaut sich nämlich den Zusammenhang zwischen Psyche und Haut an. Skin Picking findet hier nur kurz Erwähnung, aber immerhin! Zum Ende gibt es noch ein paar wertvolle Tipps.

Am gleichen Tag wie das AufKlo-Video ist ein sehr gelungener und übersichtlicher Artikel mit allen wichtigen Infos und Anlaufstellen bei fitbook erschienen! Für diesen Beitrag konnte ich auch ein paar Sätze beisteuern und außerdem ist wieder Linda Mehrmann zu Wort gekommen.
 
Falls ihr genug vom Lesen habt und lieber hören wollt, dann ist ein Podcast eventuell das Richtige? Gut, dass Christina Gallinat kürzlich beim neuen Podcast von Hautärztin Dr. Karin Forschner zu Gast war. Die beiden haben ein sehr intensives, tiefgehendes und sensibles Gespräch über Skin Picking und andere BFRB's geführt. Also falls ihr ein paar mehr kompetente Details hören wollt, dann nehmt euch die Zeit!

Das war es von mir, jetzt dürfte eure wertvolle Zeit genug gefüllt sein. :D Bis bald!

22. Dezember 2020

Eine Corona-Beichte

Keine Sorge, ich bin nicht infiziert! :D Gott sei Dank und das darf auch gerne so bleiben.
 
Nein, meine "Corona-Beichte" bezieht sich gar nicht auf die Krankheit als solche, sondern auf die vielfältigen Konsequenzen der Pandemie. First things first: Wisst ihr noch Anfang Oktober, als ich im Post "Heute einfach mal nicht" bezüglich meines Privatlebens ein wenig um den heißen Brei herumgeredet habe? Nun passt es endlich einigermaßen in den Kontext, euch mitzuteilen, dass ich ab Oktober in ein Masterstudium übergegangen bin. Das war auch eins der größten Fragezeichen, die mich so lange in Unsicherheit schweben ließen.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie könnt ihr euch vielleicht die dazu passenden Konsequenzen denken: Online-Studium und alles, was es mit sich bringt. Das, was so schön als "Hybrid-Semester" angepriesen wurde, hat sich letztendlich doch als reines Online-Studium entpuppt und ich habe ja schon während meines letzten Bachelorsemesters, in welchem ich auch meine Bachelorarbeit geschrieben habe, gemerkt, dass mir das Studieren zuhause vor dem Laptop nicht liegt. So könnte man es zumindest milde ausdrücken. Wie wenig es mir liegt, durfte mir aber erst jetzt so richtig deutlich werden... Der Einfachheit halber gehe ich mal nicht weiter drauf ein, sonst artet das hier noch aus.

Jedenfalls hat sich auch mein Skin Picking sehr stark durch Corona, das Online-Studium und allem drum und dran verändert. Ich habe es erst kürzlich erkannt und das erste Mal ausgesprochen bzw. niedergeschrieben und gebe es nun ganz öffentlich zu: Noch nie zuvor in meinem Leben hat das Skin Picking meinen Alltag so stark beeinträchtigt wie momentan. Das ständige und alleinige Zuhausesein, der immens hohe Stresspegel, die Allgegenwärtigkeit der Spiegel und die fehlende Struktur sind nur einige Beispiele dafür, warum sich mein Drückverhalten so erhöht hat und auch meinen Alltag plötzlich spürbar einschränkt. Ich bin ehrlich: Trotz meines vielen Drückens und der deutlichen Anzeichen auf meiner Haut konnte ich bisher immer einigermaßen mein Leben leben und meinen Alltag bewältigen. Doch jetzt komme ich nicht mehr genauso klar - ständig bleiben Erledigungen jeglicher Art liegen. Ich komme sowohl im Studium, als auch im Haushalt kaum noch hinterher. Ich muss bis spät in die Nacht aufbleiben, um halbwegs aufholen zu können, was ich über den Tag (unter Anderem durch Skin Picking) nicht geschafft habe. Selbst am Schreibtisch drücke und kratze ich hin und wieder, weil ich dort einen Standspiegel habe, den ich eben herausholen kann. Zwischen den Veranstaltungen, wo ich gerade mal 30min Zeit habe, renne ich ins Bad. Bei jedem Toilettengang tappe ich in die Falle. Von morgens und abends brauchen wir gar nicht sprechen - die Dermatillomanie ist seit jeher fester Bestandteil meiner Morgen- und Abendroutine. Damit ist es gleichzeitig eins der ersten und der letzten Dinge am Tag, die mich beschäftigen. Aber ich merke dennoch, wie viel länger als früher ich morgens brauche, weil sich immer mehr und immer längere Drückphasen eingeschlichen haben... Da vergehen schonmal bis zu vier Stunden, bis ich anständig in den Tag starten kann und zwar mit rotem und angeschwollenem Gesicht. Supi, da sind die Motivation und Laune doch gleich im Keller. Von den positiven Seiten der Pandemie, die ich mal aufgezählt habe, merke ich inzwischen rein gar nichts mehr...

Keine Ahnung, was ich mit dieser Einsicht anfangen soll. Ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann, aber ich sehe momentan auch keinen Ausweg. Es in einem Post anzusprechen, erfolgt aus der Motivation heraus, allen, denen es genauso geht, ein wenig Verständnis zu schicken und zu zeigen, dass sie nicht allein sind! Vielleicht helfen meine Worte jemandem da draußen.

Ansonsten wünsche ich euch bereits frohe Weihnachten und ruhige Feiertage! Hoffentlich könnt ihr diese Zeit des Jahres auch trotz Corona so gut wie möglich genießen.

17. Dezember 2020

Ein Tag, zwei Gesichter

Die folgenden Bilder sind am gleichen Tag entstanden. Einmal geschminkt und einigermaßen hergerichtet im Zug sitzend und einmal abends nach einem intensivem Drückanfall. Abgetragene Schminke im Gesicht...finde ich total schrecklich und triggernd, weil sich darunter immer neue Pickel bilden und sich alles abzeichnet. Ich sollte mir wirklich angewöhnen, mich direkt abzuschminken, wenn es geht.
 

 
Ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will nicht mehr ...

15. Dezember 2020

Motivation gesucht? - 10

'N Abend!
 
Wow, wie bitte? Der letzte Part dieser Postserie ist über eineinhalb Jahre her!? Gefühlt liegt der nicht halb so weit entfernt... Aber gut, umso mehr ist es Zeit für einen neuen Teil.

Dieses Mal aber nur ein kleiner Motivationsbeitrag. Ich weiß nicht, ob ihr Radio hört und wie sehr ihr da auf die Lieder und Liedtexte achtet, aber es gibt da ein Lied mit einer so wundervollen Message... Das musste ich euch einfach zeigen - auch, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ihr das Lied bereits kennt. Jedoch will ich euren Fokus wirklich auf die Lyrics richten: Verinnerlicht mal ganz genau und intensiv, was mit diesen schönen Worten gesungen wird. Sollten wir nicht alle ein bisschen mehr danach leben? Für unsere Mitmenschen, aber vor allem auch für uns selbst. Schaut mal genau hin, wie sie die Message erst auf sich bezieht und dann nach außen für uns alle formuliert. Let us see all the colors of your heart!

 
Link zum Youtube-Video vom Lied: https://www.youtube.com/watch?v=kEZRjU4zFyU


Songtext (was ich besonders wichtig finde, ist fett markiert):
 
Cut your hair, but never too short
Use your make-up to cover your flaws
Ah
Can i just be me?
Take a seat, and fit in the crowd
Say your piece, oh, but never too loud
Ah
Can i just be me?
And what if
I came to peace with
All of the pieces
That make me whole
What if the mirror on the wall
Would tell me
 
Oh, you’re a piece of art
Own your flaws and your pretty scars
Let me see the colors of your heart
Show me who you are
Oh, you're a piece of art
Beautiful in the way you are
Let me see the colors of your heart
Show me who you are
 
Show me who you are
Show me who you are aha
Show me who you are
Let me see the colors of your heart
 
I know it’s hard when you never fit in
So you hold back on everything
Ah
That’s not who you are
Be yourself, wear your heart on your sleeve
Shine your light, everybody can see
Ah
This is who you are
And what if
You came to peace with
All of the pieces
That make you whole
What if the mirror on the wall
Would tell you
 
Oh, you’re a piece of art
Own your flaws and your pretty scars
Let me see the colors of your heart
Show me who you are
Oh, you're a piece of art
Beautiful in the way you are
Let me see the colors of your heart
Show me who you are
 
Show me who you are
Show me who you are aha
Show me who you are
Let me see the colors of your heart
 
And what if
You came to peace with
All of the pieces
That make you whole
What if the mirror on the wall
Would tell you
 
Oh, you’re a piece of art
Own your flaws and your pretty scars
Let me see the colors of your heart
Show me who you are
Oh, you're a piece of art
Beautiful in the way you are
Let me see the colors of your heart
Show me who you are
 
Show me who you are
Show me who you are aha
Show me who you are
Let me see the colors of your heart
 
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"I came to peace with all of the pieces that make me whole". Stark, richtig stark. Dieser eine Satz sagt alles für mich. Ich predige ja immer mal wieder was von Selbstakzeptanz und Selbstliebe, aber für wen das nicht so richtig was ist, für den ist vielleicht diese Sicht der Dinge passender? Wir sollten mit uns selbst Frieden finden und zwar mit ausnahmlos allen Teilen unseres Selbst. Das heißt nicht, dass wir aufhören, an uns zu arbeiten, nach Neuem zu streben und jeden Tag eine bessere Version von uns sein wollen! Das heißt bloß, dass wir die Waffen, die wir vielleicht seit Jahren gegen uns richten, endlich fallen lassen und einen Friedenspakt schließen. In diesem Sinne...