20. August 2016

Ich weiß es nicht

Kreativer Titel, nicht wahr?

Ich habe gerade das Problem, dass ich sehr gerne etwas schreiben möchte, aber keinen Titel dafür finde. Und warum? Weil es einfach wirre Gedanken und blöde Gefühle von mir sind, die zusammen nicht viel ergeben. Deshalb 'Ich weiß es nicht'.

Mir geht es im Moment wieder durchgehend nicht so gut. Das hat mehrere Gründe. Einerseits läuft wieder alles was geht schief und zweitens fühle ich mich leer, weil ich kein Privatleben mehr habe. Keine Freunde (in meinem Umfeld), keine Interessen und Hobbys bzw. keine Motivation für die Beschäftigung mit einstigen Hobbys, keinen Partner. Ich habe nichts. Nur die Arbeit - einerseits die vom FSJ in der Kita und andererseits die im Theater. Mehr habe und mache ich nicht; meine Tage bestehen aus arbeiten, essen und schlafen. Und genau deswegen fühle ich mich leer und frage mich, was ich eigentlich will und wer ich bin. Was macht mich aus? Wofür interessiere ich mich und was könnte ich machen? Ich weiß es nicht (Achtung, Bezug zum Titel doch wiederhergestellt). Letztens wollte ich mal wieder so richtig schön was zeichnen: Ich saß am Tisch, alle Materialien lagen bereit, ich hatte das Papier vor mir und den Stift in der Hand, doch der Kopf war leer. 10 Minuten saß ich da und starrte einfach das Blatt Papier an. Keine Ideen, keine Fantasie, keine Lust. Danach habe ich mich gefrustet ins Bett gelegt und geweint, weil ich mich wie ein Nichtskönner fühlte, dem seine einstigen Leidenschaften nichts mehr geben. Weil der Versuch, mich zu beschäftigen, gescheitert ist. Und das ist nur ein Beispiel, müsst ihr wissen. Ich könnte jetzt noch andere, aktuelle Fälle aufzählen, aber ich lasse es. Ist doch eh egal. Mir ist gerade alles so egal... Die Gleichgültigkeit ergreift Besitz von mir und das ist nicht gut. Niemals will ich so enden, dass ich nur noch arbeite und sonst keine Freuden mehr im Leben habe, sodass ich ein emotionsloses Arschloch werde. Doch das wird eventuell bald passieren und davor habe ich Angst! Die Angst ist deswegen so präsent, weil ich nicht weiß, was ich dagegen unternehmen kann. Klar, ich könnte "einfach" dies und jenes probieren/machen/tun, vor die Tür gehen und Ähnliches, aber dazu fehlt mir schlichterdings die Motivation. Außerdem bin ich ein Gewohnheitstier, was sich zu gern in seiner Komfortzone aufhält. Warum auch nicht? In meiner Komfortzone ist es zwar dunkel und einseitig, aber ich gehe kein Risiko ein, enttäuscht zu werden. Ist das verständlich?

Und ja, deswegen fällt es mir im Moment auch schwer, Blogeinträge zu verfassen. Entweder ich habe keine Ideen oder ich habe keine Lust, gewisse Themen meiner Liste auszuführen bzw. zu verwirklichen. Dieser Post ist eigentlich auch nur da, um euch die Situation zu erklären. Damit ihr Bescheid wisst. Ich hoffe nicht, dass ich in nächster Zeit gar keine Einträge mehr schreibe, aber naja... Ich weiß es nicht (Da ist erneut der Bezug). Was ich jedoch hoffe: Dass ich bald aus diesem Loch rauskomme. Glauben tue ich aber nicht dran, wenn ich ehrlich bin.

Kommentare:

  1. Hallo Jacqueline :)
    Also vorweg will ich dir mal kurz die Angst nehmen: Du wirst dich nicht direkt in ein emotionsloses Arschloch verwandeln. Diese Phasen im Leben hat man einfach, in denen man sich selbst vernachlässigt (im Sinne von, dass man nicht mehr das macht, was einem Spaß macht, wie in deinem Fall). Dass dann die Motivation auch nicht von selber kommt, ist ganz normal. Du musst nur lernen, sie wieder zu finden. Motiviere dich selbst, warte nicht darauf, dass sie dir zugeflogen kommt. Versuche kleine Sachen und 'überfordere' dich nicht direkt, sonst ist die Enttäuschung hinterher noch größer.
    Auch dein Schlusssatz, du würdest nicht daran glauben, dass es besser wird, ist auch nur eine Kopfsache. Wenn du es dir einredest, dass es nicht besser wird, wird es das auch nicht. Wenn du dir Abends jedoch vorm Schlafengehen öfter selbst sagst, dass das schon wieder wird, dass du Hoffnung hast, wird das dein Verstand verstehen und dementsprechend danach handeln - du kannst dich also quasi selbst Konditionieren, auch wenn das einem anfangs ein bisschen komisch erscheint. Wenn du nur daran glaubst und es offen versuchst, ohne dich blöd dabei zu fühlen, funktioniert das wirklich (da spreche ich aus Erfahrung :D).

    Lass dich davon auch nicht direkt wieder so 100%ig runterziehen. Klar ist das nicht so cool, aber das wird schon wieder. Dir unnötig negative Gedanken darüber zu machen bringt dir nichts, außer dass du dir noch mehr negative Gedanken darüber machst.

    Ich hoffe dir geht's besser und du findest deine Motivation, bzw. Inspiration wieder :)

    <3

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    1. Mhh... Ist es Zufall oder die Macht dieses Postes, dass ich jetzt nicht weiß, was ich darauf sagen soll? Ja, auf solche eigentlich echt lieben und hilfreichen Texte fehlen mir oft die Worte. Weil in mir ein kleines, böses Monster sitzt, dass alles besser weiß und sowas von sich schiebt. Möchte ich nur nie zugeben.

      Trotzdem vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für diesen tollen Kommentar genommen hast! :)

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    2. Ich verstehe wie du dich fühlst, ehrlich ... es ist einfach leichter, alles so weiterzumachen wie bisher, als einfach dagegen anzukämpfen, und manchmal lässt man sich eben von diesem Monster überreden ...
      Alles Liebe, immer wieder gern. <3

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