29. Dezember 2015

Macht Skin Picking populärer!

Mit diesem Post möchte ich alle Beteiligten, die das hier lesen, darum bitten, Teilnahme zu leisten! Wenn ihr also an Skin Picking leidet und daran interessiert seid, dass Skin Picking bekannter und besser erforscht wird, dann lest weiter!

Wenn ihr meinen Blog bereits länger verfolgt, wisst ihr, dass ich mich schon das ein oder andere Mal über die geringe Bekanntheit von Dermatillomanie beklagt habe - speziell in Deutschland. Es wissen zu wenige Menschen Bescheid, was sich besonders dann zeigt, wenn man professionelle Hilfe sucht. Zu großem Teil liegt das daran, dass Skin Picking eine sehr "junge" Krankheit ist, über die man noch nicht viel weiß und über die noch keine aussagekräftigen Studien existieren. Die geringe Bekanntheit ist auch einer der Hauptgründe für mich gewesen, diesen Blog zu eröffnen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass diese psychische Störung mehr an die Öffentlichkeit gelangt! Auch der Fernsehbeitrag, an dem ich mitgewirkt habe, hat diesen Versuch gestartet und hoffentlich die ersten Steine ins Rollen gebracht. Wenn ihr dazu mehr lesen wollt, dann schaut doch hier und hier vorbei.

Doch das ist nicht genug. Wenn wir mehr ausgebildete Fachkräfte für die Dermatillomanie wollen, braucht es mehr Erkenntnisse. Und dafür brauchen wir euch! Wenn jeder Betroffene dabei hilft, dass die Muster der Verhaltensstörung klarer und deutlicher werden, dann können wir eventuell Einiges beschleunigen. Von nichts kommt nichts, also traut euch!

Was ihr dazu machen müsst? Es ist ganz einfach: Ihr müsst nur an einer anonymen Online-Umfrage der Uni Köln teilnehmen. Diese Umfrage ist eine Art Fragebogen, der sich auf die Auslöser und Gründe für das Drücken/Knibbeln an der Haut fixiert. Schlussendlich soll aus der Studie auch eine App hervorgehen, doch das wäre Schritt 2. Schritt 1 ist die Studie! Ihr findet mehr Infos darüber und den Link zur Umfrage hier:

http://meine-haut.blogspot.de/2015/12/groe-skin-picking-studie-newsletter.html

Diese Seite dürfte euch bekannt vorkommen, denn es ist der Blog von Ingrid Bäumer. Sie ist die Leiterin der Selbsthilfegruppe in Köln, die ich schon zweimal besucht habe und außerdem auch Betreiberin der Seite http://www.skin-picking.de/. Auf ihrem Blog gibt es monatliche Newsletter und auch andere interessante Dinge, schaut unbedingt vorbei!

Also bitte nehmt euch die Zeit und seid bei der Erforschung von Dermatillomanie behilflich! Jeder Einzelne wird gebraucht!

Kommentare:

  1. Habe schon vor einigen Tagen mitgemacht und wollte es auf meinem Blog auch noch mal erwähnen... Finde ich super, dass versucht wird, neue Erkenntnisse zu gewinnen:-)

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  2. Hi Jacqueline,

    ich hab auch mitgemacht.

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr :)


    Viele Grüße

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  3. Hallo Jacqueline,
    Hier Stella. Gerade 27 Jahre alt geworden, seit mind. 16 Jahren ein Leben mit Dermatillomanie und zu Beginn auch mit leichter, pubertärer Akne. Es ist ein Leidensweg, ja. Vor allem, wenn man Perfektionist ist und sich ekzessiv schminkt um ein halbwegs normales Leben führen zu können (schwimmen geht schon seit der Kindheit nicht mehr und auch Sportarten generell sind eher schwierig geworden mit solcher Haut) um dann im bis vor einigen Jahren oberemanzipierten Deutschland als "Bordsteinschwalbe" beschimpft zu werden oder als "Mensch mit Maske"... nur damit die gleichen zeternden Frauen sich jetzt, da es "in" ist, das Zehnfache von mir ins Gesicht schmieren können. ABER jeder hat doch sein Päckchen zu tragen: Es gibt sooooooooooo viel schlimmeres als unsere "Erkrankung". Mein Tip (und ich habe eine Menge probiert): Isotretinoin (hoch dosiertes Vitamin A gegen Akne) nehmen (die Haut wird so ausgetrocknet, dass man ganz andere Probleme bekommt als seine imaginierten Unreinheiten) und sich bewusst nur freizügige Sachen kaufen, um sich zu zwingen achtsamer zu sein(ich bin fast fertige Ärztin und die Krankenhauskasacks sind so unverschämt tief augeschnitten, dass man sich kontrollieren muss), offen den Leuten sagen, "ich habe Kratzakne und deshalb trage ich so viel Schminke" (das nimmt einem selbst den Druck es verstecken zu wollen) und letztendlich einfach nicht sein Leben um diese "Erkrankung" aufbauen, sondern es integrieren als "Macke" und jeder hat doch welche, stimmt's? Sich selbst und diesen "Tick" mit Humor nehmen und dann erst, wenn man begreift, dass nur man selbst der Haut diesen Stellenwert einräumt und niemand anders, dann kann man auch irgendwann (ohne Psychologen, etc.,...) diesen Kontrollverlust von sich abstreifen wie eine Schlange eine zu eng gewordene Haut und das Retuschieren der Narben reicht ohnehin schon als tägliche Hautbeschäftigung aus. Ich musste bei Deinen Photos fast weinen - auch ich sehe gelegentlich noch so aus. Sie haben mich an unendlichen Schmerz und Scham erinnert. Ich habe lange überlegt, wie ich Deinen "Mut" finde, habe auch an dem dusseligen Fragebogen teilgenommen (ich denke, relevante Punkte können bei dem einseitigen Fragecluster nicht erfasst werden) und ich persönlich denke, dass es reiner Selbstzweck ist und das ist ok - nur verkaufe es nicht Dir und allen anderen als eine selbstlose Kiste. Ich hätte in Deinem Alter niemals so etwas gemacht, weil mein Leidensdruck viiiiiiiel zu hoch war es überhaupt irgendwem zu zeigen (ich bin sogar mal bei einem Dermatologen weinend zusammen gebrochen) und daher bin ich mir sicher, dass der Selbstzweck überwiegt und Popularität aus einem Leiden zu schlagen ist wenig wahrhaftig und fragwürdig. Mach das mit Dir selbst aus - ist zielführender und ehrlicher (nicht immer ist Offenheit Ehrlichkeit). Nur das Beste für Deinen Weg (und bitte werde nicht zu eigentherapeutischen Zwecken Psychologin oder Dermatologin), Stella

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  4. Danke für's drauf aufmerksam machen! Werd' gleich auch mitmachen :)

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  5. @ Melly, tamy und marina: Schön, dass ich euch drauf aufmerksam machen konnte! Euch auch einen guten Rutsch in das Jahr 2016!

    @ Stella: 100%-ig steige ich durch deinen Kommentar aufgrund der Schreibweise nicht durch... Aber ich kann dir sagen: Du darfst deine Sicht auf mich und meine Art, mit der Dermatillomanie umzugehen, haben. Die schnacke ich dir nicht ab. Habe kein Problem mit Menschen, die mich nicht verstehen oder mit welchen, die das hier nicht gut finden. Aber ich bleibe nach wie vor wie ich bin und werde meinen Blog auch weiterführen. Ich kann keinen deiner "Vorwürfe" nachvollziehen, finde es eher fast schon frech, was du sagst. Aber das ist okay. Ich komme wie gesagt mit Leuten klar, die mich nicht verstehen können/wollen.
    Dass der Fragebogen nicht alles erfassen kann, stimmt. Aber es ist ein guter Ansatz und irgendwo muss man mal anfangen.

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  6. Hi, ich verstehe Stella's Kommentar leider auch nicht so ganz.

    Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich es sehr wichtig finde Dermatillomanie bekannter zu machen. Jahre lang hatte ich keine Ahnung was mit mir los ist, ich habe nicht verstanden was ich da tue und wieso ich es nicht einfach lassen kann. Und dadurch habe ich mir selbst starke Vorwürfe gemacht.
    Ich war bei einige Ärzten und nicht mal die hatten eine Ahnung, also traute ich mich irgendwann gar nicht mehr das anzusprechen, da ich glaubte keinem Menschen außer mir geht es so.

    Und also ich dann endlich einen Namen für mein Problem hatte, als ich sah ich bin nicht der einzigste Mensch dem es so geht. Es gibt Gründe dafür und es gibt Hilfe. Mir hat das unglaublich geholfen das alles zu erfahren.
    Daher finde ich das echt wichtig, dass es bekannt ist und Betroffenen möglichst früh geholfen werden kann.


    Viele Grüße

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    1. So sehe ich das nämlich auch! Kann dir also nur recht geben. :)

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  7. Ich glaube, sie meinte, jetzt mal gaaaanz kurz und dumm zusammengefasst: Du übertreibst, steigerst dich zu sehr rein und die Krankheit gibts eh nicht.
    So habe ich das jetzt aufgefasst. Sie ist ja "fast fertige" Ärztin und muss es ja demnach auch wissen ... ;)
    Du hast genau richtig reagiert - mach einfach dein Ding!

    Danke, dass du den Link gepostet hast, habe auch direkt teilgenommen.

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    1. Ja, so ähnlich habe ich das auch aufgenommen. Danke!

      Super, dann habe ich ja schon mal ein paar von euch dazu gekriegt, ihre Beitrag zu leisten. :)

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  8. Ich finde, Stella sollte ihre Kritik zum Fragebogen direkt an die Macher desselben richten: Dort ist sie am besten aufgehoben. Dort ist extra für Kritik und Anmerkungen eine E-Mail-Adresse angegeben - das heißt, die Studienbetreiber wünschen sich Rückmeldungen. Man kann ja auch eine anonyme E-Mail-Adresse verwenden, wenn man nicht möchte, dass der eigene Name bekannt wird.
    Du hast alles richtig gemacht, Jacqueline! Nimm dir diese komische Art nicht zu Herzen, da hat wohl jemand emotional Dampf abgelassen.

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