20. September 2015

Was ist "normal"?

Guuuten Tag, Leute.

Ihr merkt schon, diesen Monat läuft es eher schleichend mit den Posts... Ich weiß nicht, aber ich habe Angst, dass mir die Themen ausgehen. Dass ich mich so sehr im Kreis drehe, dass es euch als Leser langweilt. Und das möchte ich natürlich nicht! Deswegen bin ich eigentlich ständig am Überlegen und am Suchen, um euch Abwechslung bieten zu können. Gleichzeitig will ich euch an meinem Alltag teilhaben lassen und der wiederholt sich nunmal leider in gewisser Weise. Vielleicht ist aktuell auch nur eine unkreative Phase, warten wir's ab.

Jedenfalls habe ich mir mein kleines Zwischenziel aus dem letzten Post erfüllen können! Ich habe an dem Abend nicht gedrückt; zwischenzeitlich bis heute allerdings wieder... Vermutlich brauche ich wieder ein Event bzw. einen großen Anlass, um ein Datum vor Augen zu haben. Leider gibt es da im Moment nichts, außer ein Cafébesuch am nächsten Sonntag. Da das eine Woche hin ist, wird mein nächstes Zwischenziel sein, bis dahin nicht zu drücken. 7 Tage sind gar nicht so viel, wenn man länger drüber nachdenkt. Ich möchte es schaffen, unbedingt! 7 Tage kein Skin Picking.

So, nun aber zum eigentlichen Thema! Tut mir leid, dass ich immer so viel nebenher erzähle, jedoch sind das meiner Meinung nach wichtige Dinge.
Als ich heute gemütlich im Bett lag und gedankenversunken mit meinen Tange Juniors rumhantiert habe, kam mir folgende Frage in denn Sinn:"Was ist eigentlich 'normal'?" Wer legt fest, was normal ist? Gibt es Maßstäbe und wenn ja, wie sehen sie aus? Hängt es nicht immer von der Seite, von der man es betrachtet, ab? Ist Anderssein immer das Gleiche oder aus jeder Sicht etwas Neues? Ich habe mich gefragt, ob diese Beschäftigungsalternative mit den Tangle Juniors normal und alltäglich ist, schließlich würde ich damit in der Öffentlichkeit sicherlich einige Blicke auf mich ziehen. Für mich ist das normal, da auch meine Dermatillomanie für mich normal ist. Sie gehört zu mir, ist (leider) ein teilweise großer Teil meines Alltags und beeinflusst mich daher auch ziemlich. Danach habe ich weiter gedacht: Für alle Betroffenen müsste die Antwort auf diese Frage nach der Normalität "ja" heißen, oder nicht? Untereinander fühlen wir uns normal, wir sind nicht anders als unsere Mitmenschen. Manchmal fühlen wir uns anders/unnormal und wie total verrückte und kranke Außenseiter, aber eigentlich sind wir das nicht! Wer sagt denn, dass wir nicht normal sind? Unsere Gefühle? Unsere Gefühle sind viel zu persönlich bzw. subjektiv, um das beurteilen zu können, auch wenn sie uns das Gegenteil einreden wollen. In Wirklichkeit ist es doch so: Jeder Mensch ist normal. Von ganz weit weg betrachtet sind wir alle gleich - ob klein oder groß, ob dick oder dünn, ob hell- oder dunkelhäutig, ob gläubig oder nicht, ob psychisch krank oder nicht... Solange wir uns nicht selbst zum Außenseiter machen, müssen wir auch nicht zwangsläufig einer sein! Nehmt euer Leben in die Hand und beweist euch selbst, dass ihr ganz normale und tolle Personen seid!


Zum Schluss noch zwei anregende Zitate zu dem Thema:

Ich bin so anders als die anderen,
weil ich genauso wie die anderen bin.
(Rainer Müller, *1960)

Anders zu sein bedeutet für jeden Menschen etwas anderes.
(Ernst Ferstl, *1955)

Kommentare:

  1. Schöner Post. Mich langweilen deine Posts so garnicht. Tatsächlich ist es so, dass ich deine Beiträge in meiner Leseliste am liebsten sofort anklicke, weil du eben nicht über die üblichen Themen, wie Beauty, Fashion, Reisen...schreibst. Mach weiter so und setz dich nicht unter Druck;)

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  2. das letzte zitat ist mal ziemlich wahr. und ich mag deine posts so wie sie sind :)
    viel erfolg mit deinem nächsten ziel!
    und ich mag das bild irgendwie voll, habs ja schon gesehen :p

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  3. @ Melly: Okay, dann bin ich beruhigt, danke! Und ich werde in Zukunft versuchen, etwas lockerer mit mir zu sein.

    @ Lilly: Beruhigt mich ebenfalls, danke! Und ich mags auch, was ein Wunder. :D :)

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  4. Ich sehe das auch so wie meine beiden Vorgängerinnen - du langweilst absolut nicht!

    Und zu der Frage, wer bestimmt, was normal ist: das ist wahrscheinlich leider leider unsere Gesellschaft. Aber da diese mittlerweile auch langsam im Umbruch ist, wird es bald (oder wenigstens irgendwann) hoffentlich kein "normal", bzw. kein "unnormal" mehr geben!

    Liebe Grüße,
    Emma :)

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    1. Okay, dann bin ich wohl mal wieder zu streng mit mir gewesen...

      Da hast du sicherlich nicht Unrecht!

      Liebe Grüße

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