27. September 2015

7-Tage-Erfolg

Hey Freunde!

Es tut mir irgendwie ein wenig leid, dass ich den Blog - so jedenfalls in meinen Augen - diesen Monat etwas schleifen lasse... Entweder ich habe keine Zeit oder keine Motivation und das ärgert mich natürlich. Ich hoffe, dass dies nur eine Phase war und ich bald wieder mehr schreiben kann und werde. Nächsten Monat steht ja zum Beispiel auch mein zweiter Besuch bei der Selbsthilfegruppe in Köln an, worauf ich mich schon sehr freue! Dazu wird es selbstverständlich einen Post geben, ihr dürft also bereits gespannt sein. :)

Doch nun zum heutigen Tag. In einem meiner letzten Posts habe ich mir für heute ein Zwischenziel gesetzt: Ich wollte 7 Tage lang nicht an meiner Haut drücken. Und da der Cafébesuch heute Morgen vonstattengegangen ist, wird es nun Zeit für eine abschließende Ergebnisauswertung. Die ersten Tage hat meine neue Morgenroutine (für mehr Infos hier klicken) wieder Erfolge gezeigt und für abends habe ich mich im dunklen Badezimmer abgeschminkt und bin danach direkt wieder rausgegangen. Auf diese Weise konnte ich meine typischen Verhaltensketten wunderbar unterbrechen und so das Skin Picking für diese Zeiten vermeiden. Ich erinnere mich da ganz besonders an den einen Abend... Ich war bereits abgeschminkt und wollte als Nächstes meine Zähne putzen, als meine Hand schon wieder ganz unkontrolliert zum Lichtschalter des Aliberts wanderte. In meinen Gedanken rief eine Stimme:"Komm schon, Jacqueline! Nur ganz kurz, das kannst du dir erlauben! Ein, zwei Stellen und dann machst du das Licht wieder aus!" Fast wäre ich der Stimme gefolgt, doch ich konnte mich beherrschen und mich von diesen Gedanken losreißen. Ich habe das Licht am Alibert also nicht angemacht und ihr glaubt nicht, was das in dem Moment für ein Erfolg war! Wie oft habe ich mich in der Vergangenheit von dieser Stimme hinreißen lassen? Unzählige Male habe ich daran geglaubt, nur "ganz kurz" an meiner Haut drücken zu können, bis ich dann letzendlich nach einem mindestens 30-minütigem Rausch wieder aufgewacht bin... Ich habe endlich mal wieder ein sehr starkes Gefühl von Kontrolle gehabt und das hat mich schon sehr stolz gemacht. Noch stolzer macht mich jedoch, dass ich es tatsächlich bis heute durchgehalten habe! 7 Tage ohne Skin Picking liegen hinter mir und das ist ein ziemlich großer Erflog für mich! :) Es erfüllt mich mit Zufriedenheit und neuer Motivation und Kraft.

Und weil diese Methode mit den Zwischenzielen nicht ganz ohne "Belohnungen" funktioniert, habe ich mich heute Nachmittag mit einer guten Portion Mittagsschlaf belohnt, anstatt mich sofort an Hausaufgaben, Erledigungen oder meinen Blogpost zu setzen.



Das tat wirklich gut und daher bin ich auf der Suche nach einem neuen, geeigneten Anlass für ein Zwischenziel. Ich habe das Gefühl, dass diese Methode bei mir mit am erfolgreichsten ist, was bedeutet, dass ich sie häufiger nutzen sollte. Wenn ich so in den Kalender schaue, steht außer dem Treffen mit der Selbsthilfegruppe erstmal nicht viel an... Also wird dieses Datum mein neues Zwischenziel! Bis zum 19.10 nehme ich mir hiermit vor, möglichst wenig an meiner Haut zu drücken! Absolut kein Skin Picking wäre wohl noch zu hart für mich, daher will ich mir mein Vorhaben ein wenig auflockern. Es sei ja nicht gesagt, dass man sein Vorhaben nicht noch übertreffen kann.

Bis hoffentlich bald und ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende! Habt morgen einen guten Start in die neue Woche, eure Jacqueline.

23. September 2015

Fotografierversuche

Einen schönen Herbstanfang wünsche ich euch! Hoffen wir alle mal auf möglichst wenig Regen und Sturm, ich persönlich kann mit solch einem Schmuddelwetter echt nichts anfangen... Am liebsten darf es bis Dezember so schön sonnig und warm bleiben wie jetzt.

Kennt ihr diese Tage, an denen ihr euch mal richtig hübsch fühlt? Wo ihr dann vielleicht mal die Kamera oder das Handy rausholt und die guten Momente festhalten wollt? Wo ihr Fotos über Fotos macht und irgendwann aufgebt, weil sie euch einfach nicht zufrieden stellen, da ihr auf den Bildern komplett anders ausseht als in echt? Genau so geht es mir gerade, deshalb ist dies mal wieder ein spontaner Post. Ihr müsst wissen, dass ich mich ziemlich selten selbst fotografiere. "Selfies" sind eine Rarität auf meinem Handy und wirklich "gute Fotos" von meiner Digitalkamera gibt es auch nicht viele von mir. Eigentlich ist das schade - es gibt einige Momente, in denen ich mich wohl fühle und natürlich würde ich diese Momente gerne ausnutzen, indem ich Fotos mache, aber es will häufig nicht klappen. Genauso wie heute: Ich habe gerade eben mit meinem Handy und mit meiner Kamera Fotos gemacht, aber schnell feststellen müssen, dass ich mir auf den Bildern einfach nicht so gefalle wie in echt. Hässlich finde ich mich nicht, aber irgendwie geht Einiges über den Weg des Fotografierens verloren, hab ich das Gefühl... Laut den Meinungen einiger Personen, die mich kennen, sehe ich auf Fotos sowieso sehr anders aus als in echt. Ich habe sogar ein paar Mal gehört, dass meine Ausstrahlung, die ich in echt habe, auf Bildern überhaupt nicht rüberkommt. Womöglich liegt es daran, ich weiß es nicht. An und für sich ist das schon ein ziemliches 'First-World-Problem', gebe ich zu. Trotzdem nervt mich das gerade... Auch ich darf mich mal über Kleinigkeiten beschweren, denke ich.

Hier heißt es dann auch schon wieder bis zum nächsten Mal, wo es hoffentlich wieder mehr Grund zur Freude gibt. Stellt euch an dieser Stelle einfach eine Jacqueline in ihrer Bestform und mit schicken Klamotten vor, die euch zum Abschied zulächelt. Bis dann! :)

20. September 2015

Was ist "normal"?

Guuuten Tag, Leute.

Ihr merkt schon, diesen Monat läuft es eher schleichend mit den Posts... Ich weiß nicht, aber ich habe Angst, dass mir die Themen ausgehen. Dass ich mich so sehr im Kreis drehe, dass es euch als Leser langweilt. Und das möchte ich natürlich nicht! Deswegen bin ich eigentlich ständig am Überlegen und am Suchen, um euch Abwechslung bieten zu können. Gleichzeitig will ich euch an meinem Alltag teilhaben lassen und der wiederholt sich nunmal leider in gewisser Weise. Vielleicht ist aktuell auch nur eine unkreative Phase, warten wir's ab.

Jedenfalls habe ich mir mein kleines Zwischenziel aus dem letzten Post erfüllen können! Ich habe an dem Abend nicht gedrückt; zwischenzeitlich bis heute allerdings wieder... Vermutlich brauche ich wieder ein Event bzw. einen großen Anlass, um ein Datum vor Augen zu haben. Leider gibt es da im Moment nichts, außer ein Cafébesuch am nächsten Sonntag. Da das eine Woche hin ist, wird mein nächstes Zwischenziel sein, bis dahin nicht zu drücken. 7 Tage sind gar nicht so viel, wenn man länger drüber nachdenkt. Ich möchte es schaffen, unbedingt! 7 Tage kein Skin Picking.

So, nun aber zum eigentlichen Thema! Tut mir leid, dass ich immer so viel nebenher erzähle, jedoch sind das meiner Meinung nach wichtige Dinge.
Als ich heute gemütlich im Bett lag und gedankenversunken mit meinen Tange Juniors rumhantiert habe, kam mir folgende Frage in denn Sinn:"Was ist eigentlich 'normal'?" Wer legt fest, was normal ist? Gibt es Maßstäbe und wenn ja, wie sehen sie aus? Hängt es nicht immer von der Seite, von der man es betrachtet, ab? Ist Anderssein immer das Gleiche oder aus jeder Sicht etwas Neues? Ich habe mich gefragt, ob diese Beschäftigungsalternative mit den Tangle Juniors normal und alltäglich ist, schließlich würde ich damit in der Öffentlichkeit sicherlich einige Blicke auf mich ziehen. Für mich ist das normal, da auch meine Dermatillomanie für mich normal ist. Sie gehört zu mir, ist (leider) ein teilweise großer Teil meines Alltags und beeinflusst mich daher auch ziemlich. Danach habe ich weiter gedacht: Für alle Betroffenen müsste die Antwort auf diese Frage nach der Normalität "ja" heißen, oder nicht? Untereinander fühlen wir uns normal, wir sind nicht anders als unsere Mitmenschen. Manchmal fühlen wir uns anders/unnormal und wie total verrückte und kranke Außenseiter, aber eigentlich sind wir das nicht! Wer sagt denn, dass wir nicht normal sind? Unsere Gefühle? Unsere Gefühle sind viel zu persönlich bzw. subjektiv, um das beurteilen zu können, auch wenn sie uns das Gegenteil einreden wollen. In Wirklichkeit ist es doch so: Jeder Mensch ist normal. Von ganz weit weg betrachtet sind wir alle gleich - ob klein oder groß, ob dick oder dünn, ob hell- oder dunkelhäutig, ob gläubig oder nicht, ob psychisch krank oder nicht... Solange wir uns nicht selbst zum Außenseiter machen, müssen wir auch nicht zwangsläufig einer sein! Nehmt euer Leben in die Hand und beweist euch selbst, dass ihr ganz normale und tolle Personen seid!


Zum Schluss noch zwei anregende Zitate zu dem Thema:

Ich bin so anders als die anderen,
weil ich genauso wie die anderen bin.
(Rainer Müller, *1960)

Anders zu sein bedeutet für jeden Menschen etwas anderes.
(Ernst Ferstl, *1955)

17. September 2015

Der Herbst kommt!

Mal wieder erleben wir einen Jahreszeitenwechsel und für die einen Menschen mag das unbedeutend sein, doch bei mir sieht das anders aus und darauf möchte ich jetzt eingehen.

Der Herbst kommt und das mit großen Schritten. Das bedeutet gleichzeitig, dass der Sommer vorbei ist... Wie ihr wisst, ist der Sommer eine Jahreszeit mit hoher Bedeutung für mich. In meiner Vergangenheit war der Sommer immer mit Problemen, Ängsten und dem Drang, mich zu verstecken, verbunden. Dazu zählen Dinge wie die Klamottenwahl, das Vermeiden von Aktionen wie Schwimmen oder Ähnlichem, das Schwitzen, die Schminke, mehr Hautunreinheiten u.v.m.. Vor jedem Sommer hatte ich immer Panik und habe bereits Monate vorher versucht, meine Haut in den Griff zu kriegen. Das ist auch heute noch so, denn beim diesjährigen Sommer wollte ich auch, dass meine Haut möglichst gut aussieht, damit ich bedenkenlos den Alltag überstehen kann. Seit damals hat sich allerdings eine große Sache geändert: Trotz Wunden und Narben bin ich heutzutage bereit, meine Haut zu zeigen. Ich schäme mich nicht mehr und fühle mich trotzdem wohl. Allerdings sah ich den Sommer trotzdem als guten Grund dafür, um an mir zu arbeiten. Je besser die Haut ist, desto schöner/angenehmer/einfacher ist es letztendlich, da kann keiner widersprechen! Um mir diese große Aufgabe leichter zu gestalten, habe ich mir wie bekannt Zwischenziele gesetzt und erneut versucht, meinen Highscore zu knacken. Leider hat nichts davon große Erfolge erzielt und so musste ich vor ein paar Tagen die Erkenntnis machen, dass ich so durch den Sommer gekommen bin. Ich habe mein riesiges Vorhaben des Sommers nicht erfüllen können und so lief alles, wie sonst auch. Meine Haut hatte ihre Hoch- und Tiefphasen und sieht jetzt im Großen und Ganzen genauso aus wie im Frühling. Ich habe trotzdem getragen, was ich wollte und das wiederum war wirklich ein wahnsinniges Gefühl! Natürlich hatte ich aufgrund der unbeständigen Wetterlagen wenige Möglichkeiten für schicke Sommerkleidung, aber es war dennoch so schön, endlich wieder jedes Sommerteil aus meinem Schrank zur Auswahl zu haben. Statt mir morgens die Frage "Was verdeckt alles?" zu stellen, habe ich nach meinem Geschmack und nach Lust und Laune ausgesucht. Das mag in den Ohren mancher Personen vielleicht total alltäglich oder lächerlich klingen, doch für mich ist das nach all den Jahren etwas ganz Besonderes. Ich hätte so gerne noch mehr meiner Sommerkleidung getragen, doch dafür kann ich mich jetzt auf den nächsten Sommer freuen. Solange es nicht allzu heiß ist, bin ich nun in der Lage, den Sommer wieder zu genießen. Damals habe ich die wärmste Jahreszeit gehasst, heute kann ich ihr tatsächlich etwas abgewinnen. So kann sich das Blatt wenden.

Was nächstes Jahr diesbezüglich sein wird, weiß ich noch nicht. Ehrlich gesagt möchte ich mir allerdings auch keine Gedanken darum machen, sondern mehr im Hier und Jetzt leben. Einen Gang runterschalten. Kleine Schritte machen. Kleine Erfolgserlebnisse haben. Vielleicht waren meine letzten Ziele einfach zu hoch für das, was ich leisten konnte. Und genau darum möchte ich mir nur für heute ein Zwischenziel setzen: Heute Abend kein Skin Picking!

14. September 2015

Auf und Ab

Hallöchen!


Die letzte Zeit war - wie ihr sicher schon ahnt - ein einziges Auf und Ab... Leider auch in genau dieser Reihenfolge, was bedeutet, dass ich mich gerade in einer eher schlechten Phase befinde. Die letzte Woche und die erste Hälfte des Wochenendes liefen super: Meine neue Morgenroutine hatte kleine Erfolge gezeigt und meine Haut wies weniger Unreinheiten, Pickel und potenziell "gefährliche Stellen" auf. Ich war sehr zufrieden und glücklich, was dann zusätzlich einen positiven Effekt von innen heraus hatte. Am Samstag war die Geburtstagsfeier eines guten Freundes, der Abend war schön und ich habe mich amüsiert. Wie und wann es genau abwärts ging, kann ich gar nicht mehr sagen, wenn ich ehrlich bin...

 
Jedenfalls schaue ich jetzt, am Montag, in den Spiegel und sehe lauter Pickel und Stellen, die ich bearbeiten muss. Ich muss einfach. Ich kann nicht anders und vermutlich können das wirklich nur Betroffene richtig verstehen. Es widerspricht mir und meiner Natur, diese Unreinheiten in meiner Haut zu lassen! Wenn ich das tun würde, würde ich den ganzen Tag an nichts anderes mehr denken können. So kam es jedenfalls dazu, dass ich heute Morgen vor dem Duschen tatsächlich gedrückt habe. Es hat vielleicht gerade mal 3-4 Minuten gedauert, weil ich mich absichtlich beeilt habe, aber das macht es nicht besser. Gerade für meine Haut bedeutet das eine totale Verschlechterung, die sie nicht auffangen kann. Momentan ist wieder einer dieser Phasen, wo mir einzelne Stellen im Gesicht richtig wehtun, weil ich sie zu sehr/lange bearbeitet habe. Ich hasse diese Phasen! Kurzum heißt es für den heutigen Tag: Mission failed.


Doch das möchte ich nicht auf mir sitzen lassen! Obwohl ich weiß, dass diese Phasen von schlechter Haut in den meisten Fällen sehr lange anhalten, möchte ich gegensteuern. Ich möchte nicht tatenlos zusehen, wie meine Haut diese Schädigung ertragen muss! Ich möchte ihr helfen, möchte ihr Freund sein und mit ihr zusammenarbeiten anstatt gegen sie. An dieser Stelle fällt mir wieder auf, wie stark der Kampf der beiden Seiten in einem ist: Einerseits zerstöre ich meine Haut immer wieder auf's Neue und andererseits möchte ich nichts sehnlicher als ihre vollständige Erholung und Heilung. Wird dieser Kampf je aufhören? Eine meiner vielen Fragen, die ich mir stelle. Vielleicht finde ich eines Tages die Antwort, wenn ich nur weiter kämpfe. Irgendwann siegt die gute Seite in mir, irgendwann.

10. September 2015

Neue Morgenroutine?

Hi an alle!

Heute schreibe ich mal ganz spontan aus meinem Alltag heraus... Undzwar überlege ich, ob ich meine Morgenroutine vor der Schule umstelle. Anlass dazu war ein Frisörbesuch und die Erkenntnis, dass meine Haare schöner und voluminöser aussehen, wenn ich sie während des Duschens wasche und anschließend an der Luft trocknen lasse, anstatt sie überkopf zu waschen und zu föhnen. Die letzten Tage habe ich deswegen morgens geduscht und danach nicht geföhnt, sondern restliche Aktivitäten am Morgen vorgezogen. Weil wir zu dritt in unserer Wohnung sind, nur ein Bad haben und alle zu einer ähnlichen Zeit aufstehen, muss ich mich mit dem Duschen beeilen. Bis hierhin erstmal.

Was will ich euch jetzt sagen und was hat das mit Skin Picking zu tun? Nunja, Beeilung bedeutet wenig Zeit und Stress, was für mich zur Folge hat, dass keine Zeit mehr für 10-15 Minuten Skin Picking ist. Ich muss aufstehen, ins Bad gehen und direkt duschen. Bisher hatte ich diesen Gedanken morgens immer im Kopf und ich konnte dem Skin Picking so ganz leicht widerstehen. Natürlich besteht theoretisch die Möglichkeit, dass ich trotzdem an meiner Haut drücke und so sehr trödel, dass ich viel zu spät dran bin.... Aber diese Möglichkeit schiebe ich weit weg von mir und frage mich stattdessen, ob ich mein Skin Picking am Morgen auf diese Art verhindern könnte. Ein Versuch wäre es wert und daher möchte ich diese veränderte Morgenroutine eine Zeit lang ausprobieren. Mal sehen, ob es klappt.

Damit dieser Post nicht komplett bilderlos bleibt, hänge ich noch zwei Fotos von vor ungefähr zwei Wochen an's Ende. Sie haben nicht unbedingt einen Bezug zu diesem Post, doch einen eigenen "Eindrücke meiner Haut"-Post will ich damit auch nicht erstellen. Daher hier, sie sollen ja nicht umsonst gewesen sein. :)



7. September 2015

Teufelskreis ohne Ende?

Moin!

Ja, ich überlebe die ersten Schultage nach den Ferien und fast verwundert es mich... Man sagt es zwar jedes Mal, aber: Die 6 Wochen waren echt unglaublich schnell vorbei. Das habe ich auch daran gemerkt, dass es gefühlt urplötzlich zeitlich nicht mehr möglich war, meinen Highscore von 16 Tagen zu überbieten. Für uns bedeutet das: Mein Vorhaben ist gescheitert. Schade, aber ich kann's hinnehmen. Momentan läuft es diesbezüglich besser und ich denke, dass es wieder konstant bergauf gehen kann und wird. Think positive!

Das eigentliche Thema dieses Eintrags soll sich allerdings um die Frage drehen, ob wir uns mit unserer Dermatillomanie in einem endlosen Teufelskreis befinden? Vielleicht denkt ihr jetzt direkt:"Ja natürlich!" und das habe ich ehrlicherweise auch gedacht, bis ich länger drüber nachgedacht habe...

Zu diesem Gedankengang hat mich das neueste Video von Rebecca Brown auf ihrem Kanal Trichjournal gebracht. Ich habe diese Youtuberin bereits vor vielen Monaten vorgestellt und natürlich verfolge ich ihre Videos auch heute noch. Immer wieder erkenne ich, dass sie ähnliche Gefühle und Gedanken hat wie ich und wie wahrscheinlich die meisten Betroffenen von Dermatillomanie oder Trichotillomanie. In diesem Video spricht auch sie über den Teufelskreis und da ist mir ganz besonders die Stelle von 1:46min-1:56min im Kopf geblieben, wo sie Folgendes sagt:"You're constantly going around in a circle. It's a circle... A terrifying, ongoing, never-ending circle...".

Einerseits hat sie natürlich recht und gerade in schlechteren Phasen kommt es einem so vor, als würde sich alles wiederholen und als würde man keinen Ausweg finden. Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, könnte man meinen, dass ein Kampf gegen die Verhaltensstörung keinen Sinn hat, da auf ein Hoch immer ein Tief folgt, was bedeutet, dass nichts endgültig und anhaltend ist. Es gibt keine Garantie und jederzeit kann es sein, dass man ein großes Stück zurückgeworfen wird. Doch wisst ihr was? So will ich nicht denken! Natürlich wechseln sich Hoch- und Tiefphasen ab, das kann ich schlecht bestreiten, da mein Blog Beweis dafür ist. Jedoch ist mein Blog genauso ein Beweis dafür, dass es insgesamt bergauf geht: Die Tiefphasen sind nicht mehr so schlimm sie früher, kommen seltener vor und halten meistens kürzer an als damals. Die Hochphasen werden dagegen immer besser, kommen häufiger vor und halten meistens länger an. Mir kommt es so vor, als würde ich diesen Teufelskreis, der momentan noch läuft, auflockern. Versteht ihr? Der Teufelskreis ist stark, doch ich bin es auch und ich werde ihn unterbrechen - irgendwann! Bisher bin ich dabei, diesen Teufelskreis zu schwächen, sodass er immer mehr bröckelt. Und solange ich weiter kämpfe, wird der scheinbar endlose Teufelskreis immer lückenhafter, bis er zerbricht. Das wird der Zeitpunkt sein, an dem ich die Dermatillomanie endgültig hinter mir lasse und gleichzeitig der Moment, an dem ich in die Freiheit gelange. Natürlich wird mich die Dermatillomanie mein Leben lang verfolgen, doch darauf möchte ich jetzt nicht weiter eingehen, da es auch nicht darum geht. Mir geht es darum, dass der Teufelskreis nur dann endlos ist, solange man dies hinnimmt und seinen Kampf aufgibt. Für den Kampf braucht es selbstverständlich neben viel Kraft, Geduld und Disziplin die Fähigkeit, sich selbst zu verzeihen und Rückschläge hinzunehmen. Es dauert extrem lange, den Teufelskreis zu durchbrechen, doch es ist nicht unmöglich, sage ich! Ich werde definitiv nicht vor dem Durchbruch aufgeben, das fände ich einfach nur falsch.

Was sagt ihr zu der Frage, ob unsere Dermatillomanie ein endloser Teufelskreis ist? Teilt es mir doch gerne mit, ich bin sehr interessiert an anderen und neuen Meinungen. :)

Hier habt ihr nun auch das Ende meines heutigen Posts erreicht. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und angenehm warme Spätsommertage!

3. September 2015

Tangle Juniors

Einen schönen guten Abend!

Heute möchte ich gar nicht lange um den heißen Brei herumreden, denn ich habe ein Video für euch gedreht, in welchem ich alles Wichtige erzähle. In meinem Post über meine Geburtstagsgeschenke habe ich euch versprochen, einen kleinen Erfahrungsbericht zu den Tangle Juniors zu verfassen und hier ist er! Schaut einfach rein, viel Spaß. :)





Hier findet ihr übrigens genau meine beiden Exemplare:
Metallisch lila
"Therapy"-Version

Ach und entschuldigt die Länge des Videos, aber es gibt eben viel zu erzählen. Dieses Mal habe ich Youtube als Hochladeplattform genutzt (wahrscheinlich bleibe ich in Zukunft dabei) und hoffe, dass alles klappt. Klickt am besten auf Vollbild, ich krieg's hier nicht größer. ...Ja man merkt, dass ich in der Hinsicht Anfänger bin, verzeiht es mir. :D