1. Juni 2015

Ich bin, wie ich bin! ...

... Du bist, wie du bist! Wir sind, wie wir sind! Ihr seid, wie ihr seid!

Damit möchte ich einen kleinen Beitrag einleiten, der sich vorwiegend an Betroffene richten soll und ganz besonders an diejenigen darunter, die erst vor Kurzem erfahren haben, dass sie an einer Verhaltensstörung namens Dermatillomanie leiden. Es ist eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber sie liegt mir dafür umso mehr am Herzen, deshalb spitzt die Ohren! :)

Mir ist heute bewusst geworden, dass man einige meiner Beiträge auf meinem Blog missverstehen kann (wozu sicher auch die beiden aktuellen Posts "Hass" und "Nein zur Dermatillomanie" gehören), da ich bisher noch nicht extra betont habe, was ich im Folgenden betonen werde. Dies wird also ein kleiner Nachtrag, der mir wichtig ist.
Wenn man sich ein wenig auf meinem Blog umschaut und ausschließlich an die "falschen Posts" gerät, dann könnte man nämlich denken, dass ich die Dermatillomanie für mich nicht akzeptiere und sie loswerden will bzw. aus meinem Leben streichen will. Doch das stimmt so nicht! Ich akzeptiere die Dermatillomanie als einen Teil von mir selbst und es ist meiner Meinung nach auch ziemlich bedeutend, dass man diesen Teil von sich lernt zu akzeptieren. Was ich hingegen nicht akzeptiere: Dass mich das Skin Picking so fertigmacht/fertig machen kann und so einen riesigen Teil meines Lebens ausmacht, mich also immer noch teilweise unter Kontrolle hat. Ich weiß und akzeptiere, dass mich das Skin Picking mein Leben lang begleiten wird, nur möchte ich sie unter Kontrolle bekommen und nicht umgekehrt. Ich möchte in Frieden leben, was das angeht.

Also.... Habt ihr gerade frisch durch einen Zufall erfahren, dass eure schlechte Angewohnheit einen Namen hat und eine psychische Störung ist? Dann fangt ja nicht an, euch deswegen schlechtzumachen! Ihr seid nicht plötzlich wertlos geworden, weil ihr nun wisst, dass ihr an einer Verhaltensstörung leidet! Ich kenne das Gefühl und mir ging es am Anfang, als ich herausgefunden habe, woran ich leide, genauso... Ich dachte mir sogar:"Ach du Kacke.. Ich bin psychisch gestört, ich bin psychisch krank! Ich bin nicht normal... ". Doch ich habe über die Zeit erkannt, dass man sich nicht schlechtmachen sollte, nur weil man Makel und Fehler hat und nicht perfekt ist. Man sollte sich klarmachen, dass jeder irgendwo Ecken und Kanten hat und dass niemand perfekt ist. Ebenso hat jeder sein gesundheitliches Laster zu tragen und sehr viele Menschen leiden an psychischen Problemen, also bin ich nur einer von Vielen. Ich bin nicht schlechter als andere Menschen, ich bin genauso wie sie! Vielleicht seid ihr anders, aber anders heißt nicht, dass ihr weniger wert seid! Ihr seid alle besonders und auf eure Art und Weise tolle Menschen, da bin ich mir sicher.

Und nun wünsche ich euch eine gute Nacht. ¡Adiós!

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